Explosivkörper inmitten von Trümmern

Nujeen Mustafas appeliert im Rahmen des ersten Komitees der UN Generalversammlung in New York an die Staatengemeinschaft, Menschen vor Bombardierung in Wohngebieten zu schützen.

Nujeen Mustafa, eine junge Syrerin mit Behinderung, hält eine Rede beim Side Event der UN Generalversammlung zum Thema: "Die Umsetzung der politischen Erklärung zur Verstärkung des Schutzes der Zivilbevölkerung vor dem Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten (EWIPA)". Das Bild zeigt sie auf dem Bildschirm, währed sie ihre rede hält.
Nujeen Mustafa beim Side Event der UN Generalversammlung zur Umsetzung der politischen Erklärung zur Verstärkung des Schutzes der Zivilbevölkerung vor EWIPA 

Im Rahmen des ersten Komitees der Generalversammlung der Vereinten Nationen, organisierte die irische Regierung am 10.10.2023 eine Veranstaltung zum Thema: „Die Umsetzung der politischen Erklärung zur Verstärkung des Schutzes der Zivilbevölkerung vor dem Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten (EWIPA)“.

Das Side Event bot Raum für gezielte Diskussionen über die Bedeutung und vor allem die Umsetzung der im letzten November beschlossenen politischen Erklärung. Besonders hochrangige Sprecherin bei diesem Event war Izumi Nakamitsu, die UN-Untergeneralsekretärin und hohe Vertreterin für Abrüstungsfragen.

Nujeen Mustafa über ihre Flucht aus Aleppo

Ein Highlight des Events war der Beitrag von Nujeen Mustafa, einer jungen Frau mit Behinderung, die 2015 im Alter von 16 Jahren im Rollstuhl aus ihrer Heimatstadt Aleppo in Syrien nach Deutschland floh. Seitdem setzt sie sich für die Rechte von geflüchteten Menschen mit Behinderung ein und teilte auch bei diesem Event einige ihrer persönlichen Erfahrungen.

In Syrien lebte sie in einem Apartment im fünften Stock und hatte mit ihrem Rollstuhl keine Chance, sich vor den Bombardierungen zu verstecken oder schnell zu fliehen. Als die Angriffe immer massiver wurden, machte sie sich zusammen mit ihrer Schwester auf die lange Flucht nach Europa.

In ihrer Rede betonte Nujeen, dass der Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten nach wie vor ein großes humanitäres Problem sei. Die kürzlich vereinbarte Erklärung sei ein Versprechen von Staaten an die betroffenen Menschen, das dringend umgesetzt werden muss.

„Es liegt in der Verantwortung der internationalen Gemeinschaft - von uns allen - dem Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten ein Ende zu setzen.“

Sie appellierte an alle Regierungen, sich aktiv für die Umsetzung der politischen Erklärung zu EWIPA einzusetzen und konkrete Schritte einzuleiten.

Ihre Rede beendete Nujeen mit den folgenden Worten:

„Abschließend möchte ich sagen, dass Sie sich, wenn Sie sich an eine Sache aus meiner Rede erinnern werden, bitte an Folgendes erinnern sollten: Jede Entscheidung und jede Maßnahme, die Sie in diesem Zusammenhang ergreifen, hat Auswirkungen auf das Leben realer Menschen, die es verdienen, glücklich und friedlich zu leben, ohne das Grauen und den Schmerz, der durch Bomben verursacht wird.“

Der emotionale Abschluss von Nujeens Rede

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